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Im Schlußstein der Eingangstorfahrt lesen wir ein aus den Buchstaben J.D.H. gebildetes Monogramm mit der Jahreszahl 1794. Es ist der Name des damaligen Besitzers: Johann Daniel Hebenstreit aus Neustadt (Orla) gebürtig. Der Gasthof hieß zu dessen Zeit: "Zum Hanfsack". Mit seiner auch bis heute erhaltenen schönen Balkendecke und seinen im Erdgeschoß 1 Meter dicken Wänden hat er die Schrecken des 30-jährigen Krieges in Oppurg schon gesehen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich der "Hanfsack" in den Gasthof "Zum braunen Hirsch''um. Um die Zeit der Jahrhundertwende erhielt der "Grüne Baum" von Carl Weise, dem Urgroßvater der heutigen Besitzer, seinen Namen. Er legte den Grundstein für eine bis heute währende, langjährige Familientradition. Ab dem Jahre 1935 bewirteten Hans & Else Weise die Einkehrenden. Trotz abgebranntem Saalbereich im oberen Geschoß des Hauses im Jahre 1967 verließ die Besitzer nicht der Mut. Im Jahre 1972 übernahm deren Tochter Doris und ihr Ehemann Karli Eismann die Gastwirtschaft. Erste Umbauten erfolgten durch sie gegen Ende der Siebziger Jahre.
Nach wie vor gilt der Gasthof "Zum Grünen Baum" als Geheimtip für kulinarische Genießer. Sowohl die familiäre Atmosphäre als auch die reichhaltige Auswahl an Gaumenfreuden ziehen Besucher von nah und fern zu jeglichen Anlässen in den Gasthof. Im Sommer 1998 übernahm die Familie Frank Lorenz den Gasthof. Gemeinsam führen sie mit Mutter Doris das Haus weiter und versuchen, durch eine Vielzahl von kulturellen Angeboten die schönen Gasträume wie z.B. Goethestuben, großer Saal mit Bar, hauseigene Kegelbahn und idyllische Hofschenke mit Leben zu erfüllen.